Wadenwickel
Der Wadenwickel gilt als DAS fiebersenkende
Mittel überhaupt! Sie brauchen dafür:
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ein
Leinentuch (ca. 30 x 70 cm), ggf. ein Geschirrhandtuch (nass)
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ein
Baumwolltuch (ca. 34 x 70 cm) als trockenes Zwischentuch, ggf. ein Handtuch
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ein
Wolltuch (ca. 32 x 70 cm) als äußere Umhüllung (Außentuch),
nicht zum Wärmen, sondern lediglich zum Aufsaugen, ggf. ein Badetuch
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handwarmes
Wasser (35-36 °C)
Sie können das Wasser auch mit einem Schuss Zitronensaft oder Obstessig versetzen. |
Durchführung:
Leinentuch (Geschirrhandtuch) in kaltes
Wasser tauchen, auswringen und fest ohne Falten um den Unterschenkel wickeln.
Das trockene Baumwolltuch darüber wickeln und gut straff ziehen, ggf.
mit Hilfsmitteln festbinden. Darüber wird dann das Wolltuch gewickelt.
Der richtige Wadenwickel reicht vom Fußknöchel bis zum unteren
Knierand. Dabei muss der Wickel straff sitzen, nicht locker anliegen und
sollte gut bedeckt sein. Auf keinen Fall eine wasserdichte Einlage mit
um die Beine wickeln und den Wickel nicht zu warm umwickeln, denn es darf
kein Wärmestau entstehen.
Decken Sie den Patienten dann leicht zu und lassen Sie ihn 15-20 Min. ruhen. Nehmen Sie den Wadenwickel ab, sobald er Körperwärme erreicht hat bzw. nicht mehr als kalt empfunden wird. Bei hohem Fieber können die Wickel alle 10 Minuten erneuert werden. Nach 3maligem Wechsel sollte aber auf jeden Fall eine Pause von einer halben Stunde einlegt werden. Trocknen Sie anschließend die Haut des Patienten gut ab. Messen Sie Fieber und beobachten Sie den Kreislauf (Puls kontrollieren, denn eine zu schnelle Temperatursenkung ist eine enorme Kreislaufbelastung).
Bitte beachten Sie:
Wadenwickel dürfen Sie grundsätzlich
erst dann anlegen, wenn Beine und Füße gut warm sind Niemals
bei kalten Füßen oder Frösteln mit Wadenwickeln beginnen,
auch wenn hohes Fieber besteht! Wickelvorgang sofort abbrechen, wenn die
Füße während der Behandlung kalt werden!
Wadenwickel
grundsätzlich nicht anwenden bei:
arteriellen Durchblutungsstörungen,
beginnender Erkältung, ansteigendem Fieber, Frieren, Frösteln,
akuten Harnwegsinfekten und Ischiasnervenreizung.
Kalte Ganzkörperwaschung
Vor allem fiebrige Kinder sprechen
auf kalte Ganzkörperwaschungen, mehrmals täglich angewandt, gut
an. Sie sollte aber nur durchgeführt werden, wenn sich der Patient
vor der Waschung sehr warm fühlt!
Tauchen Sie ein Leinentuch (50 x 50
cm), vierfach gelegt, ins Wasser (Wassertemperatur 12-16° C, bei sehr
empfindlichen Personen 20-23° C) und drücken Sie es aus, bis es
nicht mehr tropft. Reiben Sie dann den Körper damit ab, stets in Richtung
Herz. Trocknen Sie ihn anschließend nicht ab, sondern ziehen Sie
lediglich Nachthemd oder Schlafanzug drüber und legen Sie den Patienten
zurück ins warme Bett. Gut zudecken!
Absteigendes Bad
Vollbad einlaufen lassen bei einer
Wassertemperatur von 5 Grad Celsius unter der gemessenen Körpertemperatur.
Dann durch Zugabe von kaltem Wasser langsam um weitere 5 °C abkühlen.
Dauer des Bads: 10 bis 20 Minuten.
Weitere
Hausmittel
Auch Wadenwickel mit Quark, der Essigstrumpf
(eine Art Wadenwickel) und die Zitronen-Ganzkörper-Waschung haben
sich zur Fiebersenkung bewährt. Wir informieren Sie gerne näher.
Bitte sprechen Sie uns an.
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